Kraftwerkstypen

Speicherkraftwerk

Speicherkraftwerke nutzen den Höhenunterschied zwischen einem hoch gelegenen Speichersee mit natürlichem Zulauf und dem tiefer liegenden Wasserkraftwerk zur Stromerzeugung. Hierzu müssen Talsperren, Staumauern oder Staudämme errichtet werden. Speicherkraftwerke können schnell in Betrieb genommen und wieder abgestellt werden und sie lassen sich schnell an den Strombedarf anpassen. Sie werden deshalb hauptsächlich zur Deckung des schwankenden Spitzenstrombedarfs eingesetzt.

Pumpspeicherkraftwerk

Pumpspeicherkraftwerke haben eine regulierende Funktion in der Stromproduktion/im Stromnetz, da sie zeitnah Strom liefern aber auch speichern können. Ist ein Stromüberschuss im Netz vorhanden, pumpt ein Motorgenerator Wasser aus dem unteren Becken in das obere. Wird dann später Strom benötigt, nutzt man das Gefälle der Becken und lässt das Wasser aus dem Oberbecken ablaufen. Das treibt die Turbine bzw. den Generator an, welcher wiederum durch Energieumwandlung den benötigten Strom erzeugt.

Laufwasserkraftwerk

Laufwasserkraftwerke stellen den größten Teil der deutschen Stromerzeugung aus Wasserkraft. Die Dauerläufer an Flüssen und Kanälen nutzen den Höhenunterschied zwischen Oberwasser und Unterwasser, dem Gefälle. Beim Herabfließen wird das Wasser durch Turbinen geleitet, die wiederum Generatoren antreiben und somit Strom erzeugen. Die Generatoren werden normalerweise mit Kaplan-und Francisturbinen angetrieben. Der Vorteil gegenüber dem Speicherkraftwerk und Pumpspeicherkraftwerk ist die kontinuierliche Stromerzeugung, auch wenn die produzierte Strommenge mit dem Wasserdurchfluss des Flusses schwankt.

Ausleitungskraftwerk

Bei einem Ausleitungskraftwerk befindet sich im Flusslauf ein Wehr, an dem das Wasser gestaut wird. Durch die Ausleitung in einen separaten Kanal wird das Wasser der Wasserkraftanlage zugeführt und anschließend wieder in den Flusslauf eingeleitet. Im ursprünglichen Flussbett verbleibt nur die nicht genutzte Restwassermenge. Das Ausleitungskraftwerk funktioniert wie ein Laufwasserkraftwerk, produziert also Strom aus der Fließenergie des ausgeleiteten Flusswassers im Ausleitungskanal.

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