Fischabstieg am Kraftwerk Hilpoltstein

Die Bayerische Landeskraftwerke GmbH betreibt an der Schleuse Hilpoltstein des Main-Donau-Kanals ein Kraftwerk mit einer Leistung von 3 MW. Es nutzt ganz überwiegend Wasser der Überleitung Donau-Main und ist nur etwa 1/3 des Jahres in Betrieb. In der übrigen Zeit soll künftig eine kleine „Hausturbine“ den Strom für den Eigenbedarf des Kraftwerks an Heizung, Belüftung, Licht etc. liefern.

Um den Betreuungsaufwand zu minimieren, wird die Hausturbine mit einer automatischen Rückspülung des Turbinenschutzrechens ausgestattet. Gleichzeitig ermöglicht eine ausgeklügelte Konstruktion und entsprechender Betrieb der Rückspülung den Abstieg von Fischen aus der Scheitelhaltung des Kanals in die 24,67 m tiefer gelegene Haltung Eckersmühlen.

Mit dem zuströmenden Wasser landen die Fische in der Kammer vor dem Maschinenschutzrechen. Nach dem Verschließen des Schiebers zum Oberwasser erfolgt ein schonender Druckausgleich, bevor die Fische mit zunehmendem Durchfluss der Rückspülung in das Unterwasser der Schleuse geschwemmt werden.

Durch umfangreiches Monitoring soll die Steuerung dieses innovativen Fischabstiegs optimiert werden, um die Fische möglichst schonend und effektiv in das Unterwasser zu leiten.

Draufsicht auf die geplante Hausturbine mit Fischabstieg innerhalb des bestehenden Kraftwerks

Draufsicht auf die geplante Hausturbine mit Fischabstieg innerhalb des bestehenden Kraftwerks

Schnitt durch die Rechenkammern mit Ableitung in das Unterwasser

Schnitt durch die Rechenkammern mit Ableitung in das Unterwasser

Schema der beiden Rechenkammern mit automatischer Rückspülung und Fischabstieg

Schema der beiden Rechenkammern mit automatischer Rückspülung und Fischabstieg

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