Ökologische Wasserkraft
Wasserräder

Wasserräder


Wasserräder unterbrechen in Verbindung mit den meist dafür errichteten Stauanlagen die Durchgängigkeit des Fließgewässers. Durch die geringe Umdrehungsgeschwindigkeit, die relativ großen Kammern und das völlige Fehlen eines Druckabfalls ist das Schädigungsrisiko für Fische bei einer Abwärts-Passage über Wasserräder aber nur gering.

Wasserräder sind wohl die älteste Technologie zur Nutzung der Wasserkraft. Im 3. oder 4. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung wurden sie in Griechenland erfunden und dienten lange Zeit überwiegend der Bewässerung in der Landwirtschaft. Wasserräder, oft auch Mühlräder genannt, benötigen keine Regelung. Sie passen sich schwankenden Abflüssen an, dabei bleibt ihr Wirkungsgrad weitgehend gleich, auch wenn er nicht annähernd so hoch ist wie bei modernen Turbinen.

Wasserräder wurden später auch zur Metallbearbeitung („Metallhammer“, „Kupferhammer“, „Eisenhammer“), zum Mahlen von Getreide sowie in Sägewerken zur Holzbearbeitung eingesetzt. Dabei diente ein Mühlweiher oft als Energiespeicher für den Wasserantrieb. Vereinzelt erzeugen Wasserräder als Klein- und Kleinstwasserkraftanlagen auch elektrische Energie.

Ein Vorteil liegt im robusten Betrieb. Insbesondere sind Wasserräder weitgehend unempfindlich gegen Verstopfungen durch Treib- und Schwemmgut. Falls überhaupt notwendig, genügt ein Grobrechen im Zulauf.

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