Neubau Kraftwerk Pielmühle

Blick auf das Wehr Pielmühle Richtung Osten.

Blick auf das Wehr Pielmühle Richtung Osten.

Bildnachweis: Bayer. Landeskraftwerke GmbH
Blick auf das Wehr Pielmühle Richtung Westen.

Blick auf das Wehr Pielmühle Richtung Westen.

Bildnachweis: Bayer. Landeskraftwerke GmbH
Blick auf das Wehr und Freizeitgelände.

Blick auf das Wehr und Freizeitgelände.

Bildnachweis: Bayer. Landeskraftwerke GmbH
Luftbild vom Wehr Pielmühle.

Luftbild vom Wehr Pielmühle.

Bildnachweis: Bayer. Landeskraftwerke GmbH

Die Bayerische Landeskraftwerke GmbH plant an der Wehranlage Pielmühle am Regen den Bau einer Wasserkraftanlage, die zusammen mit dem Regensburger Energie- und Wasserversorgungsunternehmen REWAG betrieben werden soll. Die bestehende Wehranlage am Regen liegt nur wenige Kilometer vor der Mündung des Flusses in die Donau auf dem Gebiet der Gemeinde Zeitlarn und des Marktes Lappersdorf.

Basisinformationen

Projekt Kraftwerk Pielmühle
Gewässer: Regen
Betreiber: Bayer. Landeskraftwerke GmbH, Nürnberg
REWAG, Regensburg
Planung: RMD-Consult GmbH, München
Technik: 2 Very Low Head (VLH)-Turbinen
Fallhöhe: ca. 1,7 m
Durchfluss: 36 m³/s
Leistung: ca. 500 KW
Jahresarbeit: ca. 3,0 Mio. kWh

Konzept

Das Kraftwerk mit den beiden VLH-Turbinen ist in Fließrichtung links des bogenförmigen Wehres geplant. Um das Kraftwerk herum wird ein neuer Fischaufstieg angelegt, Teile des vorhandenen Umgebungsgerinnes bleiben erhalten. Mögliche Beeinträchtigungen des Laichplatzes unterhalb des Wehres werden durch die Gestaltung eines zusätzlichen Laichplatzes ein kurzes Stück flussabwärts ausgeglichen.

Die VLH-Turbinen ermöglichen einen schadlosen Abstieg der Fische direkt durch die Turbinen, ein Feinrechen ist nicht erforderlich. Zusammen mit dem geplanten neuen Fischaufstieg wird das Wehr damit künftig sowohl für flussaufwärts- als auch flussabwärts wandernde Fische gut durchgängig.

Aktueller Projektstand

Nach intensiver Planung und Erstellung von Umweltgutachten wurden die Antragsunterlagen für das wasserrechtliche Genehmigungsverfahren Ende 2012 beim Landratsamt Regensburg eingereicht. Besonderer Wert wurde dabei auf die Umweltverträglichkeitsprüfung, das fischökologische Gutachten, die FFH-Verträglichkeit und auf die Strömungssituation, insbesondere hinsichtlich der angrenzenden Freizeitnutzung gelegt.

Nach der Öffentlichkeitsbeteiligung und dem Erörterungstermin prüft derzeit die Genehmigungsbehörde mit den Fachstellen das Vorhaben.

Die Donau-Naab-Regen-Allianz richtete mit Schreiben vom 28.02.2019 eine Petition an den Bayerischen Landtag mit der Bitte, „den von der Landeskraftwerke GmbH beantragten Bau eines Wasserkraftwerks Pielmühle zu überprüfen und auf die Landeskraftwerke GmbH in dem Sinne einzuwirken, dass der Antrag zurückgenommen wird.“

Mitte November 2019 trafen sich Petenten gegen das Kraftwerk, Landtagsabgeordnete und die Antragssteller zu einem konstruktiven Ortstermin direkt am Wehr Pielmühle. Als Ergebnis wurde ein "Runder Tisch" vereinbart, bei dem die beiden Seiten aufeinander zugehen wollen, um die Belange der Ökologie, Freizeitnutzung und Energiewende möglichst gut miteinander vereinbaren zu können.

In zwei Gesprächen des Runden Tisches blieb es bei einer kompromisslosen Ablehnung des geplanten Kraftwerks durch die Donau-Naab-Regen-Allianz. Die Bayerische Landeskraftwerke GmbH erklärte die Gespräche daraufhin als gescheitert.

In einem Beschluss zur Petition forderte der Umweltausschuss des Bayerischen Landtags die Staatsregierung am 18.06.2020 auf, die politischen Rahmenbedingungen für die „Kleine Wasserkraft“ zu überprüfen und das Genehmigungsverfahren für das geplante Kraftwerk bis dahin ruhen zu lassen.

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